Wissenschaftliche Beiträge 
 
Am 30. Mai 2002 hat Herr Dr.-Ing. Walter Schwenk, Berlin im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums unseres Vereins an der Technischen Universität Berlin über das Thema
 
Positionsbestimmung "Berliner Vermessungswesen"
 
gesprochen. Wesentlicher Inhalt des Vortrages war das in den letzten Jahren erarbeitete Thesenpapier 01 der "Werkstatt für die Zukunft des öffentlichen Vermessungswesens in Berlin", an dem Dipl.-Ing. Braun, Dipl.-Ing. Cordes, Dipl.-Ing. Gilbert, Dipl.-Ing. Hoogen, Dipl.-Ing. Kendziorra, Frau Dipl.-Ing. Lindner, Prof. Dr.-Ing. Mimus, Dipl.-Ing. Nickel, Frau Dipl.-Ing. Noormann-Wachs, Dipl.-Ing. Rössler und Dr.-Ing. Schwenk mitgearbeitet haben.
Die im Vortrag präsentierten Folien (commit.pdf; 166 KByte) werden hiermit veröffentlicht.
 
 
am 17.06.2002 hielt Prof. Dr.-Ing. Horst Borgmann, Berlin im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums unseres Vereins an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus einen Vortrag über das Thema
 
"Landmanagement - Intrument zur nachhaltigen Landnutzung und Landentwicklung"
 
Ausgehend von einer kurzen historischen Betrachtung der Wechselbeziehung zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und der Gewinnung raumbezogener Daten erläutert der Autor den Begriff des Landmanagements als neue internationale und zudem interdisziplinäre Herausforderung, der sich das Vermessungswesen stellen muß.
 
Im folgenden legt der Autor die sich daraus ergebenden Aufgaben (Rechtssicherheit an Grund und Boden, Organisation von Grund und Boden zur Verwirklichung von Staatszielen, Aufbau geographischer Informationssysteme, Landnutzungsplanung) dar. Für die Lösung dieser Aufgaben in der Bundesrepublik Deutschland sieht der Autor die bestehende, rein föderalistische Denkweise im Vermessungswesen als Hemmnis. Er legt dar:
 
"Das deutsche amtliche Vermessungswesen ist eher traditionell ausgerichtet. Es ist durch föderalistische Denkweisen geprägt. Folgerichtig gibt es in jedem Bundesland eigene Fachgesetze, die zum Teil vergleichbar sind, jedoch mitunter erhebliche inhaltliche Unterschiede aufweisen. Zum Zeitpunkt der Herstellung der Einheit Deutschlands war die Möglichkeit gegen, das Deutsche Vermessungswesen europafähig zu machen. In der DDR hat es eine einheitliche Gesetzgebung im amtlichen Vermessungswesen gegeben. Diese ist in der damaligen Aufbruchstimmung und der "Notwendigkeit der Übernahme der Gesetzgebung des jeweiligen Partnerlandes" zerschlagen worden. Gegenwärtig kann festgestellt werden, daß die 16 deutschen Varianten -jede für sich betrachtet- optimal die jeweiligen landestypischen Besonderheiten berücksichtigen. Gleichzeitig wird der Blick über den Zaun des Landes blockiert. Managementtechniken sind in der Verwaltung bisher nur in Ausnahmefällen zu beobachten. Problemorientiertes oder prozessorientiertes Denken wird immer noch von vorgangsorientierten traditionellen Denkweisen überlagert. Kameralistisches titelorientiertes "kostensparendes" Denken dominiert betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Denkansätze. Das deutsche amtliche Vermessungswesen mag zwar die bestmöglichen Lösungen bieten aber es ist wegen seiner Zersplitterung nicht konkurrenzfähig in einem gemeinsamen Europa."
 
Das komplette Vortragsmanuskript kann hier als PDF-Datei (43 KByte) abgerufen werden.
 
 
Am 17.1.2008 hielt Herr Dipl.-Ing. Jürgen Werth im Rahmen der Kolloquien des DVW-Landesvereins Berlin-Brandenburg e.V. an der TU-Berlin einen Vortrag zum Thema:
 
Stand der Neuordnung
(Modernisierung des Ausbildungsberufes Vermessungstechniker/in)
 
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das AdV-Plenum im März 2007 für die Einleitung eines sog. Neuordnungsverfahrens mit einem Abstimmungsergebnis 18:1 ausgesprochen. Der veröffentlichte Eckdatenentwurf der AdV (vom 29.05.07) wurde von unterschiedlichen Seiten kontrovers diskutiert. Für das eigentliche Antragsgespräch zur Einleitung des Neuordnungsverfahrens müssen jedoch die Sozialpartner möglichst abgestimmte Eckdaten des neuen Ausbildungsberufes vorlegen: Der Eckdatenentwurf von ver.di (30.10.07) eckte jedoch dermaßen an, dass derzeit noch keine Einigung in Sicht ist. Spitzengespräche der AdV mit dem BDVI, dem VDV sowie weiteren Berufsverbänden sollten im Januar 2008 geführt werden, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Inhalt des Vortrages: Unterschiedliche Eckdaten-Entwürfe wurden vorgestellt und problematisiert, eine Üergangslösung (Berliner Modell) wurde erläutert. Dabei sollten mögliche neue Berufsbezeichnungen ausgeklammert werden.
 
Hier können die Unterlagen zum Vortrag eingesehen/heruntergeladen werden:
- PowerPoint-Folien des Vortrags (2,4 MB!)
- Abschlussbericht der AG "Berufsbilder" (PDF-Datei, 107 kB)
- AdV-Entwurf über die Eckdaten für einen zukünftigen Beruf "Geomatiker/innen" vom 29.05.07 (PDF-Datei, 25 kB)
- ver.di-Entwurf über die Eckdaten für einen zukünftigen Beruf "Geomatiker/innen" vom 30.10.07 (PDF-Datei, 30 kB)
- Anmerkungen des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für Berufsausbildung vom 24.11.2007 zum Verdi-Vorschlag (PDF-Datei, 9 kB)
 
 
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